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Verschuldung: Geldverlagerung von unten nach oben

Gelesen auf Bluewin 24.10.07:

Bund, Kantone und Gemeinden 2005 mit 1,4 Milliarden im Plus.
Auch der Bund mit Überschuss.

Die konsolidierten öffentlichen Haushalte von Bund, Kantonen und Gemeinden weisen für 2005 einen Überschuss von 1,4 Mrd. Franken aus. Der Bund schloss mit 379 Mio. im Plus. Kantone und Gemeinden erzielten 295 Mio. bzw. 760 Mio. Überschuss.
[sda] - Die Ausgaben der öffentlichen Hand nahmen 2005 um 1,7 Milliarden Franken zu, wie die Finanzdirektorenkonferenz am Mittwoch mitteilte. Insgesamt beliefen sie sich auf 140,1 Milliarden Franken oder 30,8 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Die Einnahmen stiegen im Berichtsjahr um 5,4 Prozent auf 141,5 Milliarden.
Vom Total der Ausgaben entfielen 52,6 Milliarden auf den Bund, 70,3 Milliarden auf die Kantone und 45 Milliarden auf die Gemeinden. Bei den Einnahmen gingen 53 Milliarden an den Bund, 70,6 Milliarden an die Kantone und 45,8 Milliarden an die Kommunen.
Ausgabenseitig floss mit 28,7 Milliarden Franken oder 20,5 Prozent das meiste Geld in die soziale Wohlfahrt gefolgt von der Bildung mit 27,4 Milliarden (19,6 %) und dem Gesundheitswesen (19,8 Mrd./14 %).
Die Gemeinwesen bezog seine Einnahmen im wesentlichen aus den Steuern, wobei Einkommens- und Vermögenssteuern den Löwenanteil beitrugen. Insgesamt nahm die öffentliche Hand 141,5 Milliarden Franken ein, allein 103,7 Milliarden davon Steuern.
Die Steuerstruktur blieb damit seit 2001 unverändert. Wie die FDK anmerkt, behindert das vergleichsweise hohe Gewicht der Einkommens- und Vermögenssteuern die Konkurrenzfähigkeit der Schweiz. Der Grund ist, dass Exporte zwar von der Mehrwertssteuer, nicht aber von den direkten Steuern entlastet werden können.
Die Schulden schrumpften 2005 leicht auf 242,3 Milliarden Franken. Das entspricht einer Schuldenquote von 53,2 Prozent des BIP nach 55,1 im Vorjahr. Seit 2001 wuchs der Schuldenberg um 13,9 Prozent oder fast 30 Milliarden Franken.
Mein Kommentar:
Warum verschweigen Politik und Medien uns so sehr die Kosten der Schulden, nämlich den Zins?
Es wäre doch höchste Zeit in zunehmendem Masse, die Öffentlichkeit endlich über diesen riesigen Beschiss des Geldsystems zu informieren.
Die ganze Verschuldung dient doch letztendlich nur der Geldverlagerung von unten nach oben.

Doch kein einziger der Politiker die sie sich über Themen wie z.B. das Rauchen, die Ausländer und das beliebte CO2 profilieren, erwähnt auch nur nebenbei die Krankhaftigkeit des Zinsgeldsystems das wohl die Hauptverantwortung für die meisten Probleme darstellt!
Alle predigen sie als einzige Lösung das Wirtschaftswachstum! Und das zu jedem Preis! Sie verlagern viele der Arbeiten die wir auch in unserem Land ausführen könnten, nach China und kassieren Milliarden am Volk vorbei! So wundern wir uns wenn wir gerade noch um die 16% Produktion haben und unsere Arbeitsplätze bald per Los gezogen, bekommen.

Auch wundern wir uns über das zu teure Gesundheitssystem, wo wir doch dauernd neue Arbeitsplätze schaffen müssen, weil die einfachen Jobs eben weg sind.
Man muss sparen und macht nebenbei alles andere verantwortlich für die Verschuldung, dabei müssten wir schon längst einen weltweiten prozentualen Schuldenerlass diskutieren. Aber eben, das wäre einigen Leuten doch ein Dorn im Auge, da sie doch so ganz ohne Leistung eine dicke Brieftasche abgarnieren.

Es stimmt mich äusserst befremdlich wenn die Banken in diesem Jahr um 1600 Milliarden Dollar in ein krankes Geldsystem eingespritzt haben, ohne dass nur ein Politiker, dieses System hinterfragt hätte...

Es bleibt also alles beim alten...Wir rühren lieber etwas in der braunen Sosse im Bundeshaus und spielen lieber Links und Rechts gegeneinander aus, als dass wir uns unter einem Dach für ein gerechtes System kümmern...Wir bauen lieber Soziale und Menschengerechte Errungenschaften ab, als uns um eine gerechte Verteilung zu kümmern...
Wir bauen lieber eine Mauer um unser reiches Land, als uns um die echten Probleme, Hunger und Elend zu kümmern...
Wir prahlen lieber mit „unseren Errungenschaften„, als uns bewusst werden zu lassen, woher sie eigentlich kommen...
Wir schauen lieber zu, wie Kriege aus wirtschaftlichen Gründen geführt werden und halten den Kriegsherren noch die Hand, anstatt dass wir endlich einen Weg finden wollen, auf unserem Globus friedvoll in gegenseitiger Hochachtung miteinander umzugehen und nach neuen Lösungen zu suchen!

Schade, dass ein Grossteil der Menschen immer noch schlafen... soviel zeigt uns schon die Abstimmungsquote von lächerlichen 50%, wenn es um die Wahl unserer Regierung geht!
Im Grunde müsste das Ergebnis für ungültig erklärt werden! Ein sogenannter Abstimmungskampf der abhängig davon ist, wie viel Geld eine Partei für diesen einfliessen lassen kann, müsste zwingend als Illegal bezeichnet werden. Medien müssten verpflichtet werden eine Parteineutrale Information auszusenden und die hässlichen Slogans und Köpfe an den Strassen müssten schlicht verboten werden! Unter solchen Umständen, bin ich überzeugt, würde sich ein ganz anderes Bild präsentieren!

Vielleicht jedoch, brauchen wir ja die kontinuierliche Lüge, um nicht so sehr selbst denken zu müssen...
Traurig...


8593 Kesswil, 24.10.2007 / E. B.