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Die Schweiz und Südafrika während der Apartheid

Die Schweiz war und ist rassistisch!

Die Schweiz hat über 3 Jahrzehnte die Apartheidsregierung in Südafrika unterstützt und das Waffenexport-Embargo umgangen. Vor allem in den Bereichen Rüstungsgüter und Nachrichtendiensten haben Wirtschaftsunternehmen (Bührle, Autophon, Eidg. Pulverfabrik etc.), Behörden und Militärs das Aphartheidsregime in Südafrika in grossem Umfang tatkräftig unterstützt, während Südafrika international wegen der Apartheidspolitik geächtet war. In einer Studie unter der Leitung von Historiker Georg Kreis im Rahmen eines Forschungsprogrammes des Nationalfonds, belegt dies anhand von Akten aus Südafrika und der Schweiz. Unter tatkräftiger Mithilfe der schweizerischen Behörden wurden illegale Waffenexporte und Waffentransfergeschäfte von schweizerischen Wirtschaftsunternehmen nach Südafrika vertuscht. Während rund 30 Jahren, mit einer Spitze in den Achzigerjahren, hat die Schweiz das weltweit geächtete und mit UNO-Embargo (Waffenembargo von 1963) belegte Aphartheidsregime in Südafrika unterstützt. Selbst bei der Entwicklung von Atombomben und Chemiewaffen war die Schweiz aktiv mitbeteiligt. Als sich die USA weigerten, angereichertes Uran an Südafrika zu liefern, sprang die Schweiz helfend ein. Die AKW Kaisraugst AG lieferte die heisse Ware. Das Institut für Nuklearforschung in Villigen lieferte Know-how zur Entwicklung von Atomwaffen; Schweizer Ingenieure beteiligten sich an der Herstellung von Chemiewaffen.
Die Politiker im Bundeshaus (Geschäftsprüfungskommission) waren über die intensive und enge Zusammenarbeit der Nachrichtendienste bestens informiert. Der damalige Chef des Schweizerischen Nachrichtendienstes, Peter Regli wurde zusammen mit seiner Gattin während Wochen in Johannisburg von den Südafrikanern verwöhnt. Auch andere Geheimdienstler wie auch ranghohe Militärs reisten oft und gerne nach Südafrika. Alles unter dem Siegel der "Geheimhaltung". Die Unterstützung des rassistischen Regimes erfolgte ebenfalls tatkräftig durch Rechtsextreme und rechte Politiker wie Ernst Cincera und den heutigen Bundesrat Christoph Blocher! Diese Zusammenarbeit mit der Apartheidregierung wird in dem Bericht als "sehr intim" beschrieben. Auch der Bundesrat stellte sich stets schützend vor solche komplizenhaften rassistisch motivierten Machenschaften mit Südafrika.

Die am 27. Oktober 2005 veröffentlichte Studie belegt und zeigt deutlich auf:
Die Schweizerische Öffentlichkeit und das Ausland wurden währen 3 Jahrzehnten vom Militär, den Nachrichtendiensten und Behörden in der Schweiz über die enge Zusammenarbeit mit dem Apartheidsregime in Südafrika getäuscht und belogen.
Nicht umsonst hat Peter Regli vor seinem Abgang als Nachrichtenchef alle wichtigen Dokumente in diesem Zusammenhang systematisch vernichtet....
Herr Regli geniesst heute seinen Ruhestand - unangetastet!

Diese Fakten zeigen deutlich auf wie verlogen die offizielle Schweiz, vertreten durch Politiker, Behörden und Militär in dieser Zeit war: Zutiefst rassistisch!

Und wie sieht es heute aus mit Rassismus in der Schweiz?

Genau so wie damals! Wenn man die Ausländerpolitik, die Asylpolitik in der heutigen Form untersucht stellt man fest: Reiner Rassismus! Herr Blocher hat sich die Verschärfung der Asylverfahren und Gesetze auf seine Fahne geschrieben, betroffen sind alle nicht EU-Bürger, ganz speziell jedoch die farbigen Menschen aus Afrika. Dies ist leider eine Tatsache - Die Schweiz war und ist rassistisch! Und der Rassismus wächst schnell - Rechtsradikale können sich in der Schweiz wie niergends in Europa organisieren und Herr Blocher sitzt mittlerweilen ja im Bundesrat.

Oftringen, 27.10.2005 / hus