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3a - Vorsorge: Versicherungen kassieren ab!

3. Säule Altersvorsorge

Ende 1997 unterzeichnete ich nach einem ausführlichen Beratungsgespräch mit dem Versicherungsberater der Zürich-Versicherung so einen Vertrag. Die garantierte Verzinsung ist 4%, das Guthaben kann man jederzeit problemlos beziehen, die Einzahlungen kann man jederzeit problemlos reduzieren oder ganz einstellen, das ist das Gleiche wie ein Vorsorgekonto bei der Bank usw. Drei Jahre später vor der 4. Einzahlung wollte ich in der irrigen Annahme das ist ein Vorsorgekonto einen Kontoauszug. Zuerst keine Reaktion. Telefonisch erhielt ich dann die Auskunft, dass nach Einzahlungen in der Höhe von 17.251 Schweizer Franken das Guthaben noch 9.477 Franken ist. Neben Risikokosten habe man 4.219 Schweizer Franken für Abschlusskosten abkassiert. Das Guthaben errechnet sich nach einem weiteren Abzug von 2.963 Schweizer Fraken für "nicht amortisierte Kosten". Dabei handelt es sich praktisch um eine Vertragsstrafe beim Bezug des Guthabens, aber auch bei Prämienfreistellung.
Selbstverständlich gibt es auch keine garantierten 4%. So oder so nicht. Alles Lüge bei der Beratung. Das ist anscheinend gängige Praxis in der Schweiz. Nicht nur bei der Zürich-Versicherung. Versicherungen sind nicht verpflichtet die Vertragspartner über Abschlusskosten, Verwaltungskosten, Risikokosten aufzuklären. Auch dass man wenn man den Vertrag nicht einhält eine Vertragsstrafe zahlen muss ist nicht der Rede wert. Dafür gibt es eine kleine dubiose Klausel in den AVB, die alles legalisiert. Ein klassischer Fall von Betrug? Auf jeden Fall verwerflich. Ein grosses Pfui dafür.

9443 Widnau, den 04.11.2005 / P.M.