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Medienmitteilung Dance out Moneymania

Am Samstag, 20. August 2011, fand zum achten Mal die Tanzparade „Dance out Moneymania“ statt. Ab 13 Uhr begann beim Bärengraben das Warm-Up, um 15 Uhr wurde in Richtung Schützenmatte gestartet, wo wir um ca. 17 Uhr eintrafen.

Kritik an herrschenden Wirtschaftsstrukturen
Einerseits wollen wir – wie gewohnt – die Missstände heutigem neoliberalem Wirtschaftens aufzeigen. Die Konkurrenz auf dem freien Markt führt dazu, dass Teilnehmer immer wettbewerbsfähiger werden müssen, um nicht als Verlierer in die Schuldenfalle zu geraten. Folgen davon sind unbezahlte Überstunden, kein Reallohnausgleich, Verlust der Qualität der Produkte, Privatisierung der Grundbedürfnisse oder - weit schlimmer -, dass Nahrungsmittel zerstört werden, weil hungernde und durstende Menschen kein Geld zum Kaufen haben. Kooperative Strukturen, in deren Fokus die Befriedigung von Bedürfnissen stehen, können hier ganz neue Horizonte öffnen.
Zudem ist unser Planet begrenzt, wir können nicht ewig weiterwachsen, was jedoch nötig ist, um die gemachten Schulden zurückzahlen zu können. Denn die Schuldenlast ist immer grösser – aufgrund des Zinses – als die vorhandene Menge Geld. So zwingt uns der Zins neue Kredite aufznehmen, um immer mehr zu produzieren, obschon wir wissen, dass das so nicht unendlich weiterfunktionieren kann. Und wir sehen es selbst, dieses System stösst an seine Grenzen. Geld und Infrastruktur gehören je länger je mehr privaten Kapitalisten, allen voran den Banken und immer weniger der Allgemeinheit. Reiche werden reicher, Arme ärmer, der Mittelstand stirbt aus, die Schere öffnet sich, soziale Unruhen werden häufiger, auch in England und Griechenland, nicht nur in China, Afrika oder Südamerika.

Kein Dilemma, es gibt Lösungen!
Doch Lösungen gibt es genug. JedeR kann sich selbst entscheiden, ob er oder sie bei dieser fatalen Entwicklung weiterhin mitmachen will oder sich schon vor dem grossen Crash aus der Abhängigkeit befreien und neuen Strukturen anschliessen will. An vergangenen Paraden haben wir beispielsweise gezeigt, dass lokale Währungen ohne Zinsdruck, das Geld als Tauschwert im Umlauf halten und so ganze Regionen stabilisieren können.
An der kommenden Parade werden wir interessante Inputs erhalten, wie eine Wirtschaft auch schrumpfen darf (Decroissance-Bewegung) und wieso es wichtig ist, dass ein realer Gegenwert zum vorhandenen Geld existiert (monetative Modernisierung).

Gedanken manifestieren sich in Handlungen
Gemäss dem Spruch, Gedanken werden zu Taten, wollen wir anregen, über die genannten Lösungen nachzudenken. Der Gedanke allein genügt natürlich nicht, ist aber der erste Schritt auf dem Weg zur Veränderung.
Genauso wichtig, wie über alternative Wirtschaftsstrukturen zu diskutieren, ist es auch sich über das eigene Verhalten und Gefühle klar zu sein. Hasserfüllte Handlungen gehen oft Hand in Hand mit destruktivem Verhalten. Wenn wir eine andere Welt wollen, reicht es nicht, die alte zu zerstören, denn dann stehen wir genauso im Abseits, wie wenn wir so wie bisher weitermachen. Wir müssen unser Bewusstsein auf die Lösungen lenken, um unser eigenes Verhalten zu ändern und neue Strukturen aufzubauen. Wir denken also an Geld mit realem Gegenwert, an gesicherte Existenzen auf der Nord- und Südhalbkugel, an Waren, die dort vergeben werden, wo Bedürftige sind, an Produktionsstätten, die im Besitz von vielen sind, an lokale Produzenten-Konsumenten-Beziehungen, an nachbarschaftliche Tauschbörsen etc.

Musik, kreative Aktionen als Rahmenprogramm
Um eine positive Stimmung zu erleichtern, haben uns auch dieses Mal diverse Musikwagen begleitet. Ob Hip-Hop, Ska, Punk oder elektronische Beats, es war für jeden Geschmack Musik dabei. Wir freuten uns zudem auf kleine kreative Aktionen aus den Reihen der Besucher, welche an vergangenen Paraden mal schmunzelnd, mal schockierend zum Denken angeregt haben.

Tanz dem Kapital
Obschon unser Tanz gegen das Kapital eine freie Meinungsäusserung ist, haben wir ihn mit den Behörden abgesprochen und bewilligen lassen.
mehr Infos auf:

info@danceout.org
danceoutmoneymania@gmail.com
oder via
+41 (0) 79 371 37 33