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Minarette bereichern die Schweiz - auch Langenthal

Die Moscheen in der Schweiz bekommen ein Gesicht

Minarett Streit in Langenthal

Nun sollen auch die Gebetsräume der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Langenthal mit einem Minarett als Symbol ergänzt werden. Was spricht den eigentlich dagegen? Gerade für Langenthal - einem Hort der Rechtsextremen - wäre ein Minarett ein positives Symbol!

Zudem ein Signal gegen die in Langenthal ungeniert aufmarschierenden Hitler-Jünger der rechtsextremen Parteien (SVP, PNOS, SD etc.).

Ein Aktionskomitee wendet sich jedoch, wie schon zuvor in Wangen b. O. gegen den Bau eines Minaretts in Langenthal. Es macht baurechtliche Mängel geltend und sieht Europa als "Ziel einer systematischen Islamisierung". An der Bützbergstrasse 101a in Langenthal will die örtliche Islamische Glaubensgemeinschaft mit gutem Recht ihre Moschee ausbauen und sie gleichzeitig gegen aussen mit einem Minarett kenntlich machen. In der Schweiz gibt es schliesslich (noch) die Meinungs- und Glaubensfreiheit!
Der Islam ist zudem die 3. grösste Glaubensgemeinschaft in der Schweiz.

Seit letzter Woche werden nun aber Unterschriften für die Petition "Stopp dem geplanten Minarett" gesammelt. Gemäss W. Grylka (Aarwangen) Sekretär des Aktionskomitees Stopp Minarett sollen bereits über 200 Personen die Petition unterzeichnet haben.

Was soll den das? Und ausgerechnet ein Aarwangener tritt als Sprecher dieses seltsamen Komitees auf! Haben die Langenthaler dies wirklich nötig? Für die Stadt Langenthal wäre der Bau des Minaretts geradezu ein Glücksfall, endlich von dem schweizweit schlechten Ruf wegen der in Langenthal oft sichtbar präsenten Neonazi-Szene los zu kommen. Also, Langenthaler habt etwas Mut und zeigt endlich Flagge. Eine Moschee mit einem Minarett tut Langenthal gut!


Oftringen, 19.06.2006 / hus


Nachtrag:

1.) Nun haben sich auch rechtsaussen Parteien wie die FPS (Freiheits-Partei Schweiz) in den Streit um das geplante Minarett in Langenthal gemischt und wollen sich mit falschen anti-muslimischen Parolen profilieren. In Langenthal organisiert die FPS sogar einen Anlass mit dem wegen Rassismusvorwürfen vorbelasteten Jürg Scherrer als Redner. Solche Parteien, die politisch aus der in der Schweiz rechtlich zugesicherten Glaubens- und Religionsfreiheit Kapital zu schlagen versuchen, sind eine Schande für die Schweiz!

2.) Das ebenfalls umstrittene Minarett in der Gemeinde Wangen bei Olten kann gebaut werden. Das Bundesgericht hat am 10.07.2007 einen Entscheid des Solothurner Verwaltungsgerichts bestätigt und die Beschwerde von zwei Anwohnern abgewiesen. Die Zonenkonformität des Bauvorhabens wurde mangels Rüge nicht geprüft.
Dieser Entscheid wird auch für das geplante Minarett der Moschee in Langenthal Gültigkeit haben und die ewig gestrigen rechtsextremen Fremdenhasser in Langenthal endlich zur Vernunft bringen. Langenthaler wacht endlich auf!

11.07.2007 / HUS