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Libanon: Warum verlassen die Christen ihre Heimat?

Islamisten sollen für Mord an libanesischem Minister verantwortlich sein

Beirut - Der Mord am christlich-libanesischen Industrieminister Pierre Gemayel im vergangenen Jahr geht nach Angaben Beiruter Sicherheitskreise (Quelle: AP) auf das Konto
militanter sunnitischer Islamisten. Ein Gewährsmann bestätigte am Samstag einen Bericht der Zeitung «An Nahar», wonach Mitglieder der Miliz Fatah Islam in dasVerbrechen verwickelt seien.

In den letzten Jahren hat sich im Norden des Libanons eine rege Szene sunnitischer Islamisten entwickelt. Immer wieder gab es in den letzten Monaten Berichte darüber, dass salafistische
Gotteskrieger von Saudi-Arabien und anderen Golf-Staaten, vor allem finanzielle, Unterstützung erhielten.
Aber Warum ?

Eine von vielen Erklärungen könnte Folgende sein:

Die Pro-Regierungs-Kräfte, vor allem deren sunnitische Hardliner, haben nach Abzug der syrischen Truppen im Mai 2005 einen Schutzraum für al-qaeda-nahe Ideologien geschaffen. Angeblich, um einen Gegenpol zur bewaffneten Schiitischen Hisbollah zu installieren. Immer mehr aber kristallisiert sich heraus, dass die Christen des Libanon (von Extremisten öffentlich immer häufiger als "Kreuzritter" tituliert) zur eigentlichen "Target Group" gehören. Ähnlich wie im Irak verlassen die Christen ihre Heimat zu tausenden. Eine grosteske Note erhält diese These, schaut man einmal hinter die Kulissen der (Sunnitischen Fouad Abdel Al Baset Al Sanioura) so genannt Pro Westliche Siniora-Regierung, die samt ihrer christlichen Handlager es beinahe geschafft hätten, den Karfreitag, als gesetzlichen Feiertag abzuschaffen. Schließlich schrumpfe doch die christliche Bevölkerung, wozu dann so viele Feiertage....???


Von: Raymond Tarabay, Adma-Libanon , 10.07.2007