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Unsere heutige Gesellschaft ist krank

Woran unsere Gesellschaft krankt

Ich finde das Problem in unsere heutigen Gesellschaft ist einfach die Tatsache, dass wir uns nicht mehr um unsere Mitmenschen sorgen. Wir leben in einem Block mit 20 Wohnungen, 20 Familien in einem Haus, aber wir wissen nicht einmal wie unser Nachbar heisst. Wenn er jedoch zu laut Musik hört, oder die Nachbarn zu laut streiten, können wir über sie schimpfen.
Sie können ihn draussen auf der Strasse treffen, an ihm vorbei laufen und ihn nicht erkennen. Uns interessiert es doch nicht ob der Probleme hat, hauptsache ihm geht es "gut". Was will er mehr. Kommt am Abend nach der Arbeit nach Hause, sagt seinen Kinder Hallo und bringt sie ins Bett. Danach sitzt er vor den Fernseher und schaut Fernsehen, dann muss er natürlich ins Bett weil er am Morgen wieder früh aufstehen muss, aber bevor er ins Bett geht schläft er noch kurz mit seiner Frau. Ich will damit sagen, dass viel Leute bei uns in einen gewissen Trott kommen. Alles was bei uns im Alltag noch Veränderung bringt sind vielleicht noch Ferien, aber wer kann sich den heute noch Ferien leisten? Die besser Gestellten, die die Geld haben. Das ist auch ein Problem in unserer heutigen Gesellschaft, der Unterschied zwischen Arm und Reich.
Als kleines Kind versuchen uns die Elter immer einzureden das alle Menschen gleich sind. Das stimmt nicht! So sollte es sein, ja, aber so ist es nicht. Bei uns gibt es die die viel Geld haben und die die weniger haben. Die Reichen werden aber immer bevorzugt behandelt. Das sieht man nur schon in Krisensituationen, die Ersten die in Sicherheit gebracht werden sind die Reichen, dann all die Mittelgeschtelten und dann vielleicht noch die Armen aus den Gettos.
Es ist einfach so, da kann man eben leider nichts machen. Die Reichen helfen sich auch immer gegenseitig, und sie sorgen dafür das wir nicht gerade immer weniger haben aber auch nicht mehr bekommen.
Darum ist es auch sehr schwierig heute, bei uns vorwärts zu kommen, den wenn man was erreichen will muss man auch was aufgeben, oder seine eigenen Prinzipien über Bord werfen. Und ich verstehe alle Leute die das nicht wollen. Viele wollen einfach nur ein normales Leben führen, ein kleines Haus in dem sie mehr oder weniger tun können was sie wollen. Aber nicht mal das wird ihnen gegönnt. Den bis mal erst mal sich ein Haus leisten kann vergeht schon einige Jahre und dann wenn man es endlich geschafft hat, sind da immer noch die tollen Nachbarn. Nachbarn in ihren Einfamilienhäusern mit ihren schön gepflegten Gärten und ihren Gartenzwergen vor der Haustüre. Bei denen alles Perfekt aussieht aber es nicht ist. Das sind die Ersten die kommen und sich beschweren wenn der Rasen nicht schön gepflegt ist, oder du ein Sofa in den Garten stellst anstatt eines Liegestuhls. Die sagen den du seist nicht normal. Aber was ist Normal, das ist ein Begriff der gar nicht richtig definiertbar ist.
Normal ist was von unserer heutigen Gesellschaft als Normal angesehen wird und das kommt dann meistens von den Medien, die sowieso ein riesen Einfluss auf uns haben. Normal ist bei uns heute, eine schöne intakte Familie, bei denen (wenn auch nur äusserlich) alles perfekt zu sein scheint. Halt die im Dialekt heissenden Bünzlis. Es heisst ja auch: "d Bünzli Schwizär" das hat eben schon was. Ich meine wenn man sich bei uns mal so umsieht. Fällt einem das erschreckend auf, dass viele Menschen nicht mehr richtig Leben. Sie Leben einfach nur noch vor sich hin und so vielen Menschen ist das nicht mehr bewusst. Erst im Alter kommt die Erkenntnis, dass sie so viel verpasst haben, dass sie ja noch so viel hätten tun können. Ich spreche jetzt genau auf das an, was ich am Anfang dieses Textes geschrieben habe. Und so beende ich diesen Text, weil es nun an euch liegt die Erkenntnis dazu zu finden.


8635 Oberdürnten, 25.08.2006 / R.L.