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Profitiersache - Schmarotzer und Nutzniesser...

Ist das nicht schizophren: Tagtäglich wird die Bevölkerung via Medienpropaganda, auf Plakatwänden, im TV, in den Printmedien, in den Werbungen der Banken u.a.m., unübersehbar und eindringlich darauf aufmerksam gemacht, dass PROFIT-ORIENTIERTES Verhalten das ABSOLUT ERWÜNSCHTE Mass aller Dinge ist. Dem Wirtschafts-Gott muss um jeden Preis gehuldigt werden, und zwar von jeder lebenden Menschenseele, auf dass dieser nicht plötzlich kollabiere (die grosse Angst, die allenthalben umgeht).

"Profitieren", "aus allem Profit zu ziehen versuchen" das meint mit anderen Worten dasselbe wie "ausbeuten", "übervorteilen", zu gut deutsch: "schmarotzen", "nutzniessen", "auf seinen eigenen Vorteil bedacht sein". Auf wessen Kosten und zu wessen Lasten die Übung geht, ist als Frage irrelevant. "Blinder Glaube" lautet die ultimative Forderung. Gefordert ist der Einsatz von (auch eiskalter) Ratio, um die Zielvorgabe dieses Ersatzgottes zu erfüllen.

Gleichzeitig läuft gegen diejenigen der Gesellschaft, die "diesem Teufel vom Karren gefallen" sind, ein Rache-Feldzug, der diese und nur diese INTERESSANTERWEISE als Schmarotzer und Nutzniesser hinstellt. Ist das nicht seltsam? Oder vielmehr wunderbar? Dass es so etwas wie Projektion gibt (die Psychologie lässt grüssen)! Das ist doch so schön für Staat und Medien, dass das Grundübel ALLER einigen Wenigen aufgebürdet werden kann, allzumal noch den Schwächsten der Gesellschaft - die notabene ebenfalls dem dauernden obgenannten Druck nach Profitoptimierung ausgesetzt sind(!) - welcher jetzt aber plötzlich nicht mehr relevant sein soll. Wie, bitteschön, soll das zugehen?



2563 Ipsach, 23.04.2007 / M.L.