Die „Kultur- und Naturoase Paradisli“ und die selbstverwaltete Bildungsplattform „denk:mal“ erheben Einsprache gegen die von der Stadt projektierten Neubauten zweier Mehrfamilienhäuser im Schönberggutareal.
Das Bauprojekt der Stadt wurde in zwei Baugesuche aufgeteilt. Das eine betrifft die zwei Neubauten, das andere die Renovation des Bauernhauses. Gegen Ersteres kann bis heute Donnerstag 10. August Einsprache erhoben werden, während das zweitgenannte Baugesuch noch nicht veröffentlicht wurde.
Falls das Bauernhaus zu Luxuswohnungen renoviert werden sollte, würde das die Existenz beider Projekte (Paradisli & denk:mal) zerstören. Die zwei Neubauten würden zudem die projektierten Pläne der Interessengemeinschaft zerstören. Auch geht durch die zwei Neubauten wertvolles Kulturgut (über 100-jährige Mauer, alter Herrschaftsgarten) verloren. Zudem würde der Bau der Autogaragen mehr Strassenverkehr verursachen, welcher die Luft- und Wohnqualität der An- und Bewohner negativ beeinflusst. Der Park wurde, unter der Bedingung nicht zweckentfremdet verwendet zu werden, von der Familie von Fischer 1943 an die Stadt übergeben. Mit dem Überbauen des alten Herrschaftsgartens wird dies nicht eingehalten. Die zwei Flachdach-Neubauten sollen zwischen die vorhandenen Bauten gezwängt werden, was die Harmonie und Perspektive des Parks in ein widernatürliches Korsett presst. Die Überbauung des Schönberparks wurde bereits einmal vom Stimmvolk abgelehnt! Das darf die Stadt nicht einfach so ignorieren.
Aus diesen und anderen Gründen haben mehr als hundertfünfzig Personen, die die Angebote im Bauernhaus an der Laubeggstrasse 36 regelmässig oder einmalig nutzen, diese Einsprache unterschrieben.
Der nächste Schritt der Arbeitsgruppe, die für den Erhalt dieser einzigartigen Kulturstätte kämpft, ist die Kontaktaufnahme mit der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Bern. Das Konzept für den zukünftigen Kulturort muss nur noch geringfügig überarbeitet werden, und wird dann der Liegenschaftsverwaltung übergeben.
Nobilitas paradisli non terminum sit.
Dass das Bonzentum dem Paradisli kein Ende setzt.
Die Neubauten zerstören wertvolles Kulturgut. Dagegen wehren wir uns.
Die Renovation des Bauernhauses zu Luxuswohnungen aber, würde unsere Herzen zerstören!
Kontakte:
E-Mail: paradisli.bleibt@bluewin.ch
Tel.: 031 351 65 64 / 076 420 15 50
Weitere Informationen:
www.paradisli.ch
www.denk-mal.info