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Behörden arbeiten mit Zermürbungstaktik

Seit Jahren kämpfe ich nun für eine Zahnbehandlung. Da ich krankheitshalber
Zusatzleistungen empfange. Man will mir nur ein Flickwerk in meinen Mund zimmern, obwohl unabhängige Gutachter eindeutig belegt haben, dass dies am Ende nicht billiger kommt, mal abgesehen von der Ästhetik. Beweise von zwei Zahnärzten sind vorhanden. Diese sind also eh fragwürdig, und der Gang kann sich jederman ersparen. Den die Kantonsärzte werden anders entscheiden. Die Zusatzleistung und die kantonalen Begutachter haben nur Eines zu erfüllen, nämlich zu sparen. Je älter nun ein Mensch wird, je weniger gute Behandlungen werden eingewilligt. Lesen sie genau durch was unter Usanz verstanden wird. Dabei ist es egal ob ein Mensch, der sozialmedizinisch behandelt werden muss dem Alter entsprechend ausschaut oder eben noch etwa 10 Jahre jünger geschätz wird. Ab einem gewissen Alter haben wir alle das Recht auf Ästhetik verloren. Dies beweisen der Umgang der Begutachtungen mit Patienten von beispielsweise Zahnbehandlungen. Wenn sie hier einen Begriff wie USANZ lesen, haben sie bereits keinen Anspruch mehr auf Ästhetik. Hier kann Ihnen auch der Ombudsmann nicht mehr helfen. Ich hatte es mit Einsatz meiner ganzen Nervenreserve versucht. Korrespondenz bis zum geht nicht mehr. 4 Monate habe ich auf den Negativentscheid warten müssen.

Lesen Sie nun folgenden Bericht:

Betrifft Gutachten von Madame Hutter, Kantonsgutachter.

Sehr geehrter Herr Berger (Zusatzleistungen Winterthur) da ich noch nicht zum alten Eisen gehöre, vielleicht von den Jahren her schon. Schicke ich Ihnen noch die Definition von USANZ. Das dürfte einige interessieren. Ich stelle diese Korrespondenz ins Internet (besser, da maulkorbunabhängige Berichterstattung) . Jetzt ist also klar, weshalb man mir Schrott in den Mund flicken will. Dieses Pack benutzt Begriffe, die anscheinend reiferen Menschen nicht mehr angemessene sozial-medizinische Leistungen zukommen lassen will. Ich werde Dies veröffentlichen. Vor Gericht werde ich dies ebenfalls verwenden. Gott, falls es ihn gibt stehe mir bei, dass ich keinen Vetterlrichter erwische (Akademische -Bruderschaft, die alle zusammenhalten, Vetternwirtschaft, Filz). Mal sehen welcher Newkommer-Anwalt ich auftreiben kann, der für sich einen Namen erringen will. Das ist der Gipfel der Anstandslosigkeit. Da habe ich die älteren Bürger auf Nummer sicher auf meiner Seite. Das darf man mit Recht einen Skandal nennen, wie mit älter werdenden Menschen umgegangen wird. Nun traf es auch mich, obwohl ich mich noch recht jung fühle und auch jünger ausschau. Fernsehreif. Man spart also an der Ästhetik wenn jemand die 50 erreicht hat.
Dabei scheut man keine Ausrede. Madame Hutter (kantonale Begutachterin Zahnbehandlung) hatte mir doch mit Absicht keinen persönlichen Termin gegeben. Aber ich erwarte eine Untersuchung. Und eines sage ich gleich. Von "Der" keine Röntgenstrahlen, da ist man seines Lebens nicht mehr sicher. Hier nun die Definition von "Usanz", mit dem meine Zahnbehandlung zum Billig-Flickwerk degradiert wurde, und mit dem neuerdings Gutachten ein neues Begriffchen erhalten, wenn nötig.

Neuer Trend: Down-Aging
Trendforschung liegt ... nun, ja, offensichtlich voll im Trend. Und so nimmt es nicht wunder, dass "Trend-Papst" Matthias Horx schon Anfang des Jahres seinen dritten Trend-Report veröffentlicht hat. Der Schweizer Blick hat nun darüber berichtet und insbesondere den schönen Begriff des Down-Agings aufgegriffen. Dort heißt es:
Es ist in diesem Begriff die Usanz prophezeit, dass für die Bestimmung unseres Alters nicht mehr die zurückgelegten, sondern die noch vor uns liegenden Lebensjahre massgeblich sind. Wir müssen uns das vermutlich so vorstellen, dass wir uns von unserem Vertrauensarzt rundum besichtigen lassen, und wenn er uns noch 15 Jahre gibt, sind wir der 15-jährige Grossvater eines 57-jährigen Enkels - wenn diesem ein einigermassen optimistischer medizinischer Befund vorliegt. Im Reisepass lassen wir statt unseres Geburtsdatums den Termin eintragen, ab welchen wir ihn vermutlich nicht mehr benötigen. Alles über 65 kann dank Down-Aging jetzt mit einer radikalen Befreiung vom Verdacht rechnen, der Gesellschaft mehr oder weniger zur Last fallen zu wollen. Wir wechseln, indem wir den Zählrahmen auf den Kopf stellen, von der Senioren- in die Jugendgruppe.

Doch fern aller boulevardesken Polemik, ist dieses Phänomen offensichtlich mehr und mehr ins Bewusstsein der Medien gerückt. Der Trendreport 2006 wurde allerorten rezitiert und schon Ende 2005 beglückte uns die Universität Tübingen mit einer Liste neuer Wörter, in der auch das Down-Aging vorkam. Auch hier wurde der unvermeidliche Horx zitiert:
"Wenn wir also im Schnitt 95 werden wie es am Ende des Jahrhunderts der Fall sein wird werden wir noch mit 80 reisen und neue Interessen entwickeln. Und uns verlieben", prophezeite der Zukunftsforscher. Keinen Platz in Horx Prognosen haben Vorhersagen von einem " Krieg der Generationen". Der Forscher geht vielmehr von einem neuen Vertrag zwischen Jung und Alt aus, der sich vor allem in "Generationen-Netzwerken" äussern werde: "Alle Studien über Familien zeigen, dass es eine große Vielfalt von Interaktionen zwischen den Generationen gibt", sagte der Wissenschaftler.
Abgerundet wird das Bild, wenn wir einen Artikel aus dem Wiener Standard heranziehen, in dem es heisst:
Dass man so alt sei, wie man sich fühle, sei erst der Anfang, sagt Horx und zitiert die Wiener Altersforscher Sergei Scherbov und Warren C. Sanderson vom Institut für Demographie, die "Alter" mit der "Zukunftslebenserwartung" gleichsetzen. Ihre Formel: "Wir sind so jung, wie wir noch Lebensjahre vor uns haben!"

Die traditionellen Bilder des Alterns stimmen heute nicht mehr: Hatte 1970 ein 40-Jähriger 24 Jahre vor sich, sind es heute 42 Jahre. Probalistisches Lebensalter wird das genannt und begründet u. a. statistisch den Trend Downaging: Menschen altern zwar biologisch, werden aber seelisch, mental und körperlich jünger. Es gibt zwei Wege des Alterns: Industrielles Altern ist stark von den klassischen Lebenszyklen der Industriegesellschaft geprägt. Nach dem Ausscheiden aus der Berufswelt zwischen 55 und 60 fallen viele in eine Art Passivität, häufig gefolgt von chronischen Krankheiten, Siechtum und Tod.
Nach dem Ruhestand kommen neue Aktivitätsphasen mit - nicht nur Hobbys, sondern auch - neuen Herausforderungen von Weiterbildung bis zu neuer beruflicher Orientierung.
Diese neuen Herausforderungen bestehen allerdings auch für die Wirtschaft, die versuchen muss, sich auf ein deutlich uneinheitlicheres Bild eines "Seniors" einzustellen. Denn einerseits sind Aspekte wie Komfort, Qualität und auch Aktivität nachwievor gefragt, auf der anderen Seite dürfen Produkte offensichtlich nicht offen für ältere Menschen gedacht werden, weil diese ja angeblich jünger wirken wollen.
Ein Spagat, der nur durch einen neuen Trend, den des Up-Agings wieder ausgeglichen werden könnte. Aber dafür ist ja noch Zeit im nächsten Trend-Report.


30.04.2008